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6 Chancen für die Wiesbadener Innenstadt

Jeder Tag ist Dreck-weg-Tag

Viele WiesbaderInnen beschweren sich über die dreckige Innenstadt. Recht haben sie. Häufig quellen die Mülleimer schon mittags über, Zigarettenkippen und Kaugummis werden achtlos auf der Straße entsorgt. Wir brauchen mehr Mülleimer und einen höheren Leerungsrhythmus. Die Stadtpolizei hat in den letzten Jahren viele neue Mitarbeiter einstellen können. Diese müssen sich in Zukunft auch jenen widmen, die die Innenstadt verschmutzen.

Leicht zu erreichen mit Bus, Rad und Auto

Wer die Geschäfte nicht erreichen kann, kann auch nicht in ihnen einkaufen. Diese Binsenweisheit scheint vielen in der Wiesbadener Stadtpolitik nicht bekannt zu sein. Deshalb dürfen wir nicht noch mehr Parkplätze in der City abschaffen und müssen ausreichend sichere und saubere Fahrradabstellplätze in der gesamten Innenstadt schaffen. Taktverschlechterungen bei den Buslinien darf es nicht geben und die bestehenden „großen“ Haltestellen Kirchgasse, Dern’sches Gelände, Luisenplatz und Platz der Deutschen Einheit müssen sicher, barrierefrei und mit einer höheren Aufenthaltsqualität modernisiert werden.

Die Mischung macht's.

Die Wiesbadener Innenstadt braucht einen gesunden Mix aus inhabergeführten Geschäften, Gastronomie, Kultur und den zugstarken Einzelhandelsketten. Innenstädte werden in Zukunft nur dann erfolgreich sein, wenn sie nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Verweilen einladen. Die Sanierung des Walhalla in Verbindung mit der Neugestaltung der Citypassage als offenes Einkaufsquartier bietet hier hervorragende Chancen.

Der Parkplatz muss billiger sein als Amazon Prime

Viele WiesbadenerInnen erzählen mir, dass sie unsere Innenstadt meiden, weil die Parkplätze zu teuer seien. Klar ist: kostenlose Parkplätze wie die Einkaufszentren auf der sogenannten „grünen Wiese“, wie zum Beispiel dem Main-Taunus-Zentrum, können wir nicht bieten. Aber die derzeitigen Parkpreise können nicht der Wahrheit letzter Schluss sein. Selbst wer auf den öffentlichen Parkplätzen rund um die Fußgängerzone parkt, muss seit letztem Jahr tief in die Tasche greifen. Wenn die Parkgebühren, bei einem einmaligen Einkauf auf den Märkten und in den Geschäften der Innenstadt teurer ist als ein Monatsabo Amazon Prime, haben unsere GeschäftsinhaberInnen keine Chance gegen den Internethandel.

Ein kluger Kopf für die Innenstadt

Wer Wiesbaden kennt, weiß da einiges hier etwas länger dauert. Am Beispiel des City-Managers zeigt sich besonders gut, wie CDU, SPD und Grüne Chancen verspielen. Bereits seit mehr als einem Jahr ist sich die Stadtpolitik einig, dass sich ein City-Manager um die Belange der Gastronomen und Gewerbetreibenden in der Innenstadt kümmern soll. Dieser City-Manager soll die Interessen der InhaberInnen vertreten und als Verbindungsstelle zwischen KundInnen, Unternehmen und Stadtpolitik dienen. Besetzt ist diese Stelle jedoch immer noch nicht, obwohl jede Woche weitere Geschäfte schließen und die Leerstand zunimmt.

Freies WLAN

Gerade als eine Stadt, die auch viele Touristen aus Nicht-EU-Staaten anzieht, die nicht von der EU-Roaming-Regelung profitieren können, können wir mit kostenfreiem WLAN in der Innenstadt punkten. So ließe sich beispielsweise eine appgestütze Stadtführung für Touristen anbieten. Einige Städte finanzieren das WLAN-ANgebot durch Werbeeinblendungen lokaler Geschäfte. SO muss die Stadt kein zusätzliches Geld in die Hand nehmen und GeschäftsinhaberInnen können potentielle Kunden direkt ansprechen.

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